Home Studio

Für kalte Herbst- und Wintertage ziehen wir uns gerne ins heimische Studio zurück. Hier bietet sich die Möglichkeit, in einem technisch bescheidenen Setup das Augenmerk noch mehr auf das Model individuell zu legen. In genau der richtigen Mischung aus Gelassenheit, Entspannung am Set und Spaß bei der Arbeit bietet sich eine ganze Reihe wundervoller Möglichkeiten für anspruchsvolle Bilder.

18 Quadratmeter schwarzer Theaterstoff, zwei Blitze und eine Kamera. Das Ganze wird nach Bedarf dort aufgebaut, wo sich sonst ein Wohnzimmer befindet und schon entsteht ein wirkungsvolles Set, das sich nahezu nach Belieben überall aufbauen lässt. Für mich als Fotograf liegt der Vorteil des Home-Studios klar auf der Hand: Das Licht wird zu 100% von mir kontrolliert - im Gegensatz zu Outdoor-Shootings, bei denen die Technik immer wieder an die sich ändernden Umgebungsvariablen angepasst werden muss. Die leichtere technische Arbeit bringt ein ruhigeres Fotografieren und ermöglicht erhöhte Aufmerksamkeit für alle anderen Faktoren, wie Pose und Ausdruck des Models.

Das Arbeiten mit künstlichem Licht ist immer ein wenig trickreicher, da es den Körper auf eine Art und Weise abbildet, die Betrachter*innen sonst nicht wahrnehmen würde. Schließlich soll das Hauptaugenmerk weiterhin auf der Balance zwischen Ästhetik und Natürlichkeit liegen. Ein künstlicher Look von Licht und Farbe ist kein Grund, auch den Rest in Unwirklichkeit verkommen zu lassen. Einer der wichtigsten Grundsätze des Projektes und meiner Arbeit als Fotograf bleibt deshalb immer der Unterschied zwischen "Schau mal, das bin ich auf dem Bild." und "Schau mal, dafür habe ich Model gestanden."

Eben der Unterschied, sich selbst auf dem Bild wiederzuerkennen, während mit Stolz auf das Ergebnis geblickt wird, weil es authentisch ist - oder eben die fertige Arbeit zu sehen, die wenig oder vielleicht nichts mehr vom Model als Mensch durchscheinen lässt. Das Kaschieren mit Licht kann man dabei als ebenso beliebte "Retusche"-Möglichkeit betrachten wie High-End Make-Up oder eben die aufwendige Bildbearbeitung in Photoshop.

Diese kleinen und großen Dinge im Auge behaltend, ergibt sich aus der Arbeit mit festem Lichtaufbau eine erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten für Motive und Stimmungen. Dank Blitzlicht ist es, zum Beispiel, viel leichter Bewegungen "einzufrieren" und so eindrucksvoll die Dynamik einer Bewegung zum absoluten Stillstand zu bringen.

Und auch wenn in meinem Fotografenherzen die Arbeit im Studio immer nur an zweiter Stelle schlagen wird, so bietet sie doch die ideale Grundlage für coole Motive in den kalten Jahreszeiten und als Abwechslung für wiederkehrende Modelle, die ein Outdoor- oder Home-Shooting schon umgesetzt haben und gerne etwas Neues ausprobieren möchten.

Um selbst zu erleben, das dein neues Selbstbild nur ein Foto entfernt ist.

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